Mediation

Mediation

Die Mediation ist ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes. Dabei werden die Konfliktparteien von mir als unabhängige „allparteiliche“ Mediatorin in ihrem Lösungsprozess begleitet. Die Konfliktparteien versuchen dabei zu einer gemeinsamen Vereinbarung zu gelangen, die ihren jeweiligen Bedürfnissen und Interessen entspricht. Als Mediatorin bin ich für das Verfahren verantwortlich. Die Konfliktparteien treffen die Entscheidungen bezüglich ihres Konflikts und übernehmen für diese die Verantwortung.

 

Grundprinzipien

Das Mediationsverfahren wird von Grundprinzipien bestimmt.

Allparteilichkeit

Allparteilichkeit der Mediatorin bedeutet, dass diese sich den Beteiligten in gleicher Weise widmet und bereit ist, sich mit jeder Konfliktpartei gleichermaßen zu identifizieren. Dazu gehört auch, dass die Mediatorin bei einem Machtgefälle zeitweise Sprachrohr der schwächeren Partei wird.

Vertraulichkeit

Der Grundsatz der Vertraulichkeit bezieht sich zum einen auf das Verhältnis der Mediatorin zu den Konfliktparteien und zum anderen auf das Verhältnis der Beteiligten untereinander. Es besagt, dass sich außerhalb der Mediation nicht zu den Verfahrensinhalten und dem Gesagten geäußert wird.

Freiwilligkeit

Das Prinzip der Freiwilligkeit bestimmt, dass alle Beteiligten, einschließlich die Mediatorin, selber darüber entscheiden, ob sie das Mediationsverfahren durchführen möchten. Das gilt auch für einen Abbruch der Mediation, der in jeder Phase der Mediation möglich ist.

Eigenverantwortlichkeit

Die Konfliktparteien sind eigenverantwortlich. Das bedeutet, dass von ihnen die Lösung des Konflikts selbst entwickelt wird. Die Entscheidungskompetenz liegt allein bei den Parteien. Die Mediatorin begleitet sie dabei und führt durch das Verfahren.

Informiertheit

Für eine nachhaltige Lösung des Mediationsverfahrens ist es erforderlich, dass die Parteien über alle für ihre Entscheidung relevanten Tatsachen informiert sind. Dazu gehört auch, dass die Beteiligten ehrlich zueinander sind.

Ergebnisoffenheit

Ein weiterer Grundsatz ist, dass zu Beginn des Mediationsverfahrens nicht sicher ist, ob eine Lösung für den Konflikt gefunden wird und wie eine Lösung gegebenenfalls sein könnte.

Ablauf

Der Ablauf der Mediation kann grob in fünf Phasen unterteilt werden.

Zu Beginn wird eine Mediationsvereinbarung geschlossen, in der die „Spielregeln“ bestimmt werden.

Im Anschluss an diese Vorbereitungsphase folgt die Themensammlung. Welche Themen sollen im Rahmen der Mediation besprochen und bearbeitet werden? Die Konfliktparteien bestimmen hier was Gegenstand der Mediation ist.

Dann folgt die Interessenklärung. Sie ist der Schwerpunkt der Mediation. Es geht nicht um Positionen oder Ansprüche, sondern um die hinter derartigen Positionen stehenden Interessen und Bedürfnisse. So wird es möglich, zu einer tragfähigen Lösung des Konflikts zu gelangen.

Nach der Interessenklärung werden gemeinsam Lösungsvorschläge erarbeitet. Sie werden in einem weiteren Schritt auf ihre Umsetzbarkeit und rechtliche Machbarkeit hin bewertet. Es kann sinnvoll sein an dieser Stelle Experten, wie etwa Rechtsanwälte und Steuerberater hinzuzuziehen. In meiner Funktion als Mediatorin nehme ich keine rechtliche Beratung vor. Ich weise Sie aber darauf hin, wenn ich rechtlichen Klärungsbedarf sehe.

Abgeschlossen wird das Mediationsverfahren mit einer Vereinbarung. In dieser werden die Punkte aufgenommen, auf die sich die Parteien in der Lösungsphase geeinigt und verständigt haben.

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